Schmerz in der Zahnmedizin 2026
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Kursbeschreibung
Schmerz in der Zahnmedizin – Interdisziplinäre Fortbildungsreihe für den Umgang mit Schmerzpatienten
Diese neue Online-On demand-Fortbildungsserie behandelt den Schmerzpatienten in der Zahnmedizin aus ganzheitlicher Sicht.
Von der Schmerzentstehung, der Schmerzweiterleitung, der Schmerzverarbeitung über die Schmerzausschaltung werden Schmerzen in ihrer akuten und chronischen Ausprägung umfangreich erklärt, differenziert und gezeigt in welchen Fällen eine interdisziplinäre Behandlung notwendig ist. Anschließend werden Schmerzpatienten aus der Sicht eines jeden Fachgebietes in der Zahnmedizin bezüglich Diagnostik und Therapie besprochen. Auf was kommt es an? Welche Besonderheiten gibt es bei Schmerzpatienten in der Zahnerhaltung/ Endodontie, der Parodontologie, der Chirurgie, der Kinderzahnheilkunde und der funktionellen Zahnheilkunde? Wie kann ich Schmerzen bei meinen Patienten effektiv lindern bzw. ausschalten? Wie kann ich meinen Patienten bei der Schmerzverarbeitung psychologisch unterstützen? Wie kann ich die Behandlung von Schmerzpatienten effektiv in meinen Praxisalltag integrieren? Welche Rahmenbedingungen, rechtlichen Aspekte muss ich bei der Behandlung von Schmerzpatienten beachten?
Das Beste: Maximale Flexibilität!
Sollten Sie Termine verpassen, stehen Ihnen alle Vorträge On-Demand bis Ende Dezember 2026 zur Verfügung.
Insgesamt werden 20 Fortbildungspunkte bescheinigt.
Sichern Sie sich jetzt Ihren Platz und gestalten Sie die Zukunft der schmerzfreien Zahnmedizin aktiv mit!
Online-Live-Termine: jeweils von 18:30 – 20:00Uhr
Kursstruktur & Ablauf
Das erwartet Sie
Modul 1: Schmerzentstehung, Schmerzweiterleitung, Schmerzverarbeitung – 27.04.26
OA Dr. Hannes Hofbauer, MBA
Schmerz ist ein komplexes biopsychosoziales Phänomen, das weit über die reine Gewebeschädigung hinausgeht. Der Vortrag beleuchtet die neurophysiologischen Grundlagen der Schmerzentstehung, die Mechanismen der afferenten Schmerzweiterleitung sowie die zentralnervösen Prozesse der Schmerzverarbeitung und -modulation. Besonders berücksichtigt werden Mechanismen der zentralen Sensitivierung und deren Bedeutung für die Schmerzchronifizierung. Darüber hinaus werden die unterschiedlichen Schmerzarten von nozizeptiv über neuropathisch bis zu noziplastisch dargestellt.
Modul 2: Psychologische Schmerzverarbeitung, Lebensqualität – 15.06.2026
Prof. Dr. Cornelia Herbert
Schmerz ist nicht nur ein körperliches, sondern auch ein sensorisches, emotionales und kognitives Phänomen mit Auswirkungen auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität. Dieses Modul vermittelt psychologische Grundlagen, Theorien und Strategien zur Wahrnehmung, Verarbeitung und Regulation von Schmerzen mit Fokus auf die zahnmedizinische Versorgung und die psychologischen Aspekte der zahnmedizinischen Schmerztherapie. Es werden folgende Inhalte besprochen.
Psychologie des Schmerzes:
- Psychologische Theorien der Schmerzwahrnehmung, -verarbeitung und Schmerzregulation
- Schmerz, Stress und Emotionen: Schmerzverarbeitung im Gehirn, Schmerzgedächtnis und Psychophysiologie des Schmerzes
- Psychologische Einflussfaktoren auf die Schmerzwahrnehmung,-Verarbeitung und Schmerzregulation
- Einfluss und Auswirkungen von Schmerzen auf die Mundgesundheit, das Wohlbefinden, die Lebensqualität und die Behandlungsadhärenz
- Psychologische Ansätze der Schmerzbewältigung in der Zahnmedizin
- Psychologische Aspekte der zahnmedizinischen Schmerztherapie
- Komorbidität des Schmerzes und Schmerzvulnerabilität: Umgang mit Schmerzpatienten/-innen aus psychologischer Sicht
- Spezialgebiete und psychologische Methoden in der Schmerztherapie
Modul 3: Schmerzausschaltung – 29.06.2026
Prof. Dr. Dr. Peer Kämmerer
Der Vortrag beleuchtet Lokalanästhesie, Analgesie und Sedierung als zentrale Säulen der Schmerz- und Angstprävention in der modernen Zahnmedizin. Auf Basis aktueller wissenschaftlicher Evidenz werden pharmakologische Grundlagen, klinische Entscheidungsstrategien sowie praktische Aspekte der sicheren Anwendung dargestellt. Ziel ist es, Behandlerinnen und Behandlern ein strukturiertes Konzept an die Hand zu geben, um Schmerz, Stress und Behandlungsangst effektiv zu minimieren und die Versorgungsqualität nachhaltig zu verbessern.
Modul 4: Schmerzpatienten in der Zahnmedizin – Kons /Endo – 20.07.2026
Prof. Dr. Tina Rödig
Eine strukturierte und sorgfältige Diagnostik bildet die Grundlage, um odontogene Schmerzursachen sicher zu identifizieren und zielführend zu behandeln. Im Vortrag die Bedeutung einer strukturierten Anamnese, relevante klinische Tests und weitere diagnostische Hilfsmittel vorgestellt sowie die Therapie akuter Pulpitiden, symptomatischer apikaler Parodontitiden und periapikaler Abszesse beleuchtet. Im Fokus stehen dabei die differenzialdiagnostische Abgrenzung und die Anwendung effizienter, evidenzbasierter Konzepte zur Akutbehandlung.
Modul 5: Neurophysiologische Veränderungen in der Mund-, Kiefer- & Gesichtsregion – 21.09.2026
PD Dr. Amely Hartmann
Chirurgische und zahnärztliche Interventionen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich bergen das Risiko einer Schädigung sensorischer Nerven, insbesondere des N. alveolaris inferior und des N. lingualis. Daraus können neurophysiologische Veränderungen in den betroffenen Arealen resultieren, die insbesondere bei elektiven Eingriffen wie Implantationen auch forensische Relevanz besitzen. Vorgestellt wird ein strukturiertes diagnostisches und therapeutisches Vorgehen bei neurophysiologischen Veränderungen in der Mundhöhle sowie ein Überblick über relevante Krankheitsbilder mit neurophysiologischem Hintergrund.
Modul 6: Schmerzpatienten in der Zahnmedizin – Paro & Chirurgie – 05.10.2026
PD Dr. Anne Kruse
Dr. Ali Ketabi MSc.
Teil 1: PD Dr. Anne Kruse
Die häufigsten Schmerzfälle in der Parodontologie werden durch parodontale Abszesse verursacht. Weniger häufig finden sich im Praxisalltag nekrotisierende Erkrankungen. Ist die Diagnose gestellt, lassen sie sich durch ein konsequentes Therapieregime meist gut behandeln. Da Nekrosen im Mundraum jedoch häufig ein Symptom einer immunologischen Grunderkrankung darstellen, ist die Kenntnis möglicher Differentialdiagnosen besonders wichtig. Aber auch Komplikationen der Parodontitistherapie können zu potenziellen Notfällen führen, wie beispielsweise einem Emphysem oder Hirnabszess.
Teil 2: Dr. Ali Ketabi MSc.
Odontogene und Nicht-odontogene Ursachen erkennen: Wir müssen lernen, Symptome wie den atypischen Gesichtsschmerz oder die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) von klassischen Zahnschmerzen zu differenzieren, um unnötige invasive Eingriffe zu vermeiden.
Empathie statt Routine: Warum Akzeptanz und Wertschätzung der Schlüssel sind, um die Abwärtsspirale aus Schmerz und Verzweiflung zu durchbrechen.
Klare Kommunikation: Wie wir komplexe Behandlungen so erklären, dass keine Missverständnisse entstehen, die zu neuen Ängsten führen.
Modul 7: Schmerzpatienten in der Zahnmedizin – Funktionsdiagnostik & Kinderzahnheilkunde – 19.10.2026
Dr. Steffani Görl
Prof. Dr. Yvonne Wagner
Teil 1: Dr. Steffani Görl
Schmerzpatienten gehören zu einer der anspruchsvollsten Patientengruppen in der zahnärztlichen Praxis. Funktionsbedingte Schmerzen zeigen sich mitunter als persistierende oder unklare Beschwerden, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen. Ohne strukturierte Diagnostik und rasche zielgerichtete Therapie besteht die Gefahr unnötiger invasiver Maßnahmen und/oder einer Chronifizierung der Schmerzsymptomatik.
Der Vortrag gibt einen kompakten, praxisorientierten Überblick über die Schmerzanamnese, Differenzialdiagnostik und Therapie von funktionsbedingten Schmerzen. Ziel ist es, typische Schmerzformen sicher zu erkennen und therapeutische Entscheidungen an der zugrunde liegenden Schmerzpathophysiologie auszurichten.
Teil 2: Prof. Dr. Yvonne Wagner
Wer kennt es nicht, wenn kurz vor Feierabend oder während der täglichen Behandlung plötzlich ein Schmerzpatient in die Praxis kommt und unerwartet versorgt werden muss.
Eine besondere Herausforderung in der Behandlung können dann Kinder und Jugendliche und ihre Eltern sein. Dieser Vortrag gibt Ihnen eine kurze Übersicht zu den typischen Notfällen in der Kinderzahnheilkunde, Besonderheiten in der Diagnose und therapeutischen Versorgung bzw. Erstversorgung.
- Frühkindliche Karies
- Apikale Parodontitis
- MIH
- Dentale Traumata
Modul 8: Fallbesprechung, Fachgespräch – 09.11.2026
Prof. Dr. Yvonne Wagner
Dr. Steffen Rieger
Vortrag / Fallpräsentation zum Thema Schmerzen in der Zahnmedizin
Wählen Sie einen eigenen spannenden Fall, egal ob es ein interessanter Patientenfall oder eine besondere Schmerz-Behandlungsmethode ist und stellen Sie diesen kreativ in einem kurzen Video vor. Es ist ganz Ihnen überlassen, ob Sie eine PowerPoint-Vorlage, eine Wordvorlage oder eigene Flyer als Grundlage verwenden. Die besten Einsendungen präsentieren wir gemeinsam im Abschlussmodul, beantworten offene Fragen und tauschen uns in lockerer Runde über Ihre Erfahrungen aus.
Wir freuen uns schon jetzt auf viele abwechslungsreiche und aufschlussreiche Vorträge!
Zusatz: On-Demand-Vorträge
Vortrag 1: Botox
Dr. Steffani Görl
Myalgien der Kaumuskulatur und persistierende dentoalveoläre Schmerzen stellen zuweilen in der zahnärztlichen Praxis therapeutisch herausfordernde Krankheitsbilder dar, bei denen etablierte Behandlungsstrategien nicht selten nur eine unzureichende Beschwerdereduktion erzielen. In den letzten Jahren hat sich die Injektion von Botulinumtoxin als ergänzender Therapieansatz etabliert, der über die Blockade der Acetylcholinfreisetzung an der motorischen Endplatte zu einer Reduktion der Muskelaktivität und dadurch zu einer Reduktion muskelbedingter Schmerzen führen kann.
Neben der Hemmung der Acetylcholinfreisetzung kann Botulinumtoxin auch die Freisetzung von Entzündungsfaktoren und schmerzleitenden Substanzen reduzieren. In der Literatur wurde der erfolgreiche Einsatz bei persistierenden dentoalveolären Schmerzen wiederholt beschrieben.
Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick über …
- die Struktur und Wirkungsweise des Botulinumneurotoxins,
- die Indikationen und Anwendungsmöglichkeiten von Botulinumneurotoxin in der Zahnmedizin,
- Nebenwirkungen, Komplikationen und Limitationen der Therapie sowie
berufsrechtliche Aspekte des Off-Label-Use.
Vortrag 2: Nocebovermeidende Kommunikation – Mit Worten die Analgesie verdoppeln
Prof. Dr. Winfried Meissner
Words can hurt or heal: In diesem Beitrag wird es darum gehen, welche negativen oder positiven Auswirkungen unsere Kommunikation auf Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung haben können. Tagtäglich tragen wir unbewußt und ungewollt durch unsere Wortwahl zu einer Schmerzverstärkung bei. Eine adäquate Kommunikation kann dagegen die Wirkung von Analgetika nahezu verdoppeln – indem körpereigene schmerzlindernde Mechanismen aktiviert werden. Der Kurs wird dazu ganz praktische Hinweise geben und an Beispielen zeigen, wo sich unsere Kommunikation verbessern läßt.Referent:innen
OA Dr. Hannes Hofbauer, MBA
- 1989 - 1991 Vorklinisches Studium an der Universität Regensburg
- 1991 - 1996 Klinisches Studium an der Julius-Maximilians-Universität von Würzburg
- seit 01. August 1996 Arzt an der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Ulm
- 1997 Promotion
- 2001 –2003 Weiterbildungsstudium „Betriebswirtschaft für Ärztinnen und Ärzte“
- seit 2007 Stellvertretender Leiter und Oberarzt der Sektion Schmerztherapie am Universitätsklinikum Ulm
- Stellvertretender Sekretär des Überregionalen Schmerzzentrums Ulm
- Facharzt für Anästhesiologie
Zusatzqualifikationen / -tätigkeiten
- Zusatzbezeichnungen:
- „Spezielle Schmerztherapie“
- „Palliativmedizin“
- „Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin“
- „Notfallmedizin“
- „Ärztliches Qualitätsmanagement“
- Zertifikat „Psychosomatische Grundversorgung“
- Master of Business Administration MBA
- Weiterbildungsermächtigung (gemeinsam mit PD Dr. P. Steffen): Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin
Veröffentlichungen / Vorträge
- seit 2007 Wahlpflichtfach W03 Klinische Schmerztherapie; AINS (Fachbezogene Vorlesung der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Ulm)
- seit 2009 Q13 Palliativmedizin
- seit 2011 Q14 Schmerzmedizin; Lehrbeauftragter der Universität Ulm für den Masterstudiengang „Advanced Oncology“
- seit 2008 Referent und Mitorganisator des 80-Stunden-Kurses „Spezielle Schmerztherapie“ entsprechend den Vorgaben der BÄK;
Akademie für Wissenschaft, Wirtschaft und Technik der Universität Ulm (anerkannt durch die Bezirksärztekammer Südwürttemberg) - Regelmäßige Vorträge auf Kongressen (z.B. Deutscher Schmerzkongress, Deutscher Krebskongress), Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen und Patientenveranstaltungen
- Regelmäßige Fortbildungen im Bereich der Pflege am Universitätsklinikum Ulm
- vielfältige Publikationen
Mitgliedschaften
- 2. Sprecher Arbeitskreis „Tumorschmerz“ der Deutschen Schmerzgesellschaft
- Deutsche Schmerzgesellschaft (DGSS)
- International Association for the Study of Pain (IASP)
- Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)
Prof. Dr. Tina Rödig
- 1992 - 1997 Studium der Zahnheilkunde, Georg-August-Universität Göttingen
- 1998 Promotion
- seit 1997 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Poliklinik für Präventive Zahnmedizin, Parodontologie und Kariologie, Universitätsmedizin Göttingen
- seit 2005 Oberärztin
- 2005 Spezialistin für Endodontologie (DGZ/DGET)
- 2009 – 2014 Ko-Redakteurin der Fachzeitschrift „Endodontie“
- 2012 Habilitation
- seit 2016 Mitglied des Editorial Board des International Endodontic Journal
- 2019 Ernennung zur Außerplanmäßigen Professorin
- 2021 – 2023 Mitarbeit bei der Erstellung der S3-Leitlinie „Behandlung pulpaler und apikaler Erkrankungen“ der Europäischen Gesellschaft für Endodontologie (ESE)
Dr. Steffani Görl
- Juli 1994 Examen und Approbation im Studiengang Zahnmedizin, Frankfurt am Main
- seit 01.10.1994 Zahnärztin & wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik am Zentrum der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (Carolinum) der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
- 2002 Promotion mit dem Thema „Prospektive klinische Studie von intraoral gefügtem doppelkronengestützten Zahnersatz. Methodik, Verlässlichkeit & klinische Auswirkungen der definitiven intraoralen Klebung“
- seit 2007 Leitung der CMD-Ambulanz am Zentrum der Zahn-, Mund- & Kieferheilkunde (Carolinum) der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
- Mai 2008 Ernennung zur Funktionsoberärztin der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik am Zentrum der Zahn-, Mund- & Kieferheilkunde (Carolinum) der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main
- seit 2014 Spezialistin für Funktionsdiagnostik und -therapie der DeutschenGesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT)
- seit 2022 Master of Science in Esthetic dentistry
- Hauptarbeitsgebiete:
- Diagnostik und Therapie von Patienten mit craniomandibulärer Dysfunktion
- Vollkeramische Restaurationen
- Implantatprothetik
- Doppelkronenverankerter Zahnersatz
- Innovative Studierendenausbildung
Prof. Dr. Winfried Meissner
- 1982-1988 Medizinstudium Berlin
- 1994 Promotion Universitätsklinikum Benjamin Franklin, FU Berlin
- 2021-2022 Präsident Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.
- seit 2013 Leiter der interdisziplinären Tagesklinik für Schmerztherapie (UKJ)
- seit 2012 außerplanmäßiger Professor
- seit 2009 Chefarzt der Abteilung Palliativmedizin
- 2005 Habilitation
- seit 1994 Oberarzt und Leiter des Fachbereichs Schmerz der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie (UKJ)
- 1989-1994 Assistenzarzt in der Abteilung Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Steglitz, Berlin
- Aktuelle Position: Oberarzt/Leiter Sektion Schmerztherapie und Chefarzt der Abteilung Palliativmedizin, Friedrich-Schiller-Universität Jena
- Wissenschaftliche Schwerpunkte:
- Perioperative Schmerzmedizin (Epidemiologie, Prävention, Schmerzchronifizierung, Registerdaten)
- Patient-reported outcomes
- Multimodale Therapie chronischer Schmerzen
Zusatzqualifikationen /-tätigkeiten
- 2024-2028: Koordinator des UFO-Projektes (Assessment of undesirable postoperative treatment consequences). Innovationsfonds 01VSF24018
- 2023-2026: Koordinator des humanitären Projektes PAMELA (Prevention and management of phantom limb pain), Else-Kröner-Fresenius-Stiftung, Ukrainehilfe
- 2018-2023: Koordinator IMI-PainCare PROMPT (Providing Standardized Con-sented PROMs for Improving Pain Treatment), Innovative Medicines Initiative 2, No 77750
- 2017-2019: Koordinator SAVOIR (Evaluierung der SAPV-Richtlinie: Outcomes, Interaktionen, regionale Unterschiede), 01VSF16005
- 2010-2015: Koordinator NeuroPAIN (Chronic pain and neurologic consequences in sepsis survivors), Center for Sepsis Control and Care, UKJ
- 2009-2012: Koordinator PAIN OUT (Improvement in postoperative PAIN OUT come) European Commission, FP7 Health 2007, GA 223590
- seit 2017: Koordinator QUIPS (Quality improvement in postoperative pain management), Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin
- 2003-2006: Koordinator Benchmarking in Postoperative Pain Management, BMBF, AZ 217-43794-6/3
Veröffentlichungen/ Vorträge
- Publikationen, wie u.a. Karst M, Meissner W, Sator S, Keßler J, Schoder V, Häuser W. Full-spectrum extract from Cannabis sativa DKJ127 for chronic low back pain: a phase 3 randomized placebo-controlled trial. Nat Med. 2025 Sep 29. doi: 10.1038
Mitgliedschaften
- 2010-2022: Mitglied im Fakultätsrat der Medizinischen Fakultät, Friedrich-Schiller-Universität Jena
- 2021-2024: Präsident / Past President der Deutschen Schmerzgesellschaft
Auszeichnungen / Preise
- 2020 Robert G. Addison Award der American Academy of Pain Medicine
- 2013 Förderpreis für ambulante Palliativversorgung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin
- 2013 Förderpreis der Deutschen Schmerzgesellschaft
- 2009 Thieme Teaching Award, Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin
- 2002 Hospital Innovation Award (Institute for International Research)
- 2000 Golden Helix Award - Finalist (Deutscher Verband der Krankenhausdirektoren) Auszeichnung für kontinuierliche Projekt zur Qualitätsverbesserung
Prof. Dr. Yvonne Wagner (apl.)
- Studium der Zahnmedizin an der Medizinischen Fakultät „Carl Gustav Carus“ Dresden, „University of Alberta”, Edmonton, Kanada, „The Faculty of Dentistry”, Oslo, Norwegen
- Assistenzzahnärztin in Gemeinschaftspraxis
- Wissenschaftliche Mitarbeiterin Abteilung für Zahnerhaltung, Universitätsklinikum Marburg GmbH
- Wissenschaftliche Mitarbeiterin Poliklinik für Präventive Zahnheilkunde und Kinderzahnheilkunde und Poliklinik für Kieferorthopädie, Universitätsklinikum Jena
- Medizinische Hochschuldidaktische Lehrqualifikation MQ2, LehreLernen Jena
- Direktorin Zahnmedizinisches Fortbildungszentrum (ZFZ) Stuttgart
Veröffentlichungen/ Vorträge
- Vorträge auf nationalen und internationalen Tagungen für Zahnmediziner und zahnmedizinisches Fachpersonal, sowie für Ärzte, Kinderärzte, Hebammen und medizinisches Fachpersonal (u.a. Deutscher Zahnärztetag, Thüringer Zahnärztetag, DGKIZ, AKWLZ, DGPZM, DGZ, AKEPH, IAPD, EAPD, EADPH, IADR, Neonatal Update, DHV, BZÖG, BVKJ, LAGJ, verschiedene Landesärztekammern)
Mitgliedschaften
- Spezialistin für Kinder- und Jugendzahnheilkunde (DGKiZ)
- Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (DAJ) – Arbeitsgruppe Bundesweite Hebammenschulung
- Vorstand Arbeitskreis zur Weiterentwicklung der Lehre in der Zahnmedizin (AKWLZ)
- Vorstand Gesellschaft für Präventive Zahnheilkunde (GPZ)
Auszeichnungen / Preise
- verschiedene wissenschaftliche Preise und Drittmitteleinwerbung
Dr. Steffen Rieger, M.Sc.
Reutlingen
- 1998-2004 Studium der Zahnmedizin an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
- 2004 Zahnärztliche Famulatur im Königreich Tonga, Südpazifik
- 2005-2019 Zahnarzt im Zahnmedizinischen Fortbildungszentrum Stuttgart (ZFZ)
- Seit 2006 Umfangreiche Referententätigkeit bei Kongressen und Fortbildungen
- 2008 Promotion zum Dr. med. dent.
- 2007-2010 Berufsbegleitendes Studium an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zum Master of Science Parodontologie & Periimplantäre Therapie (M.Sc.)
- Seit 2012 Niederlassung in eigener Praxis in Reutlingen
- Seit 2019 Zertifikatsprogramm E-Learning Entwickler am Learning Lab der Universität Duisburg-Essen
- Seit 2019 Teletutor Master Parodontologie Universität Freiburg
- Seit 2019 Wissenschaftlicher Gastarzt an der Abteilung für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie der Zahnklinik Freiburg
Dr. Ali-Reza Ketabi, M.Sc.
- 1991-1996 Studium der Zahnheilkunde in Tübingen
- 1997 Promotion im Juli 1997, Tübingen
- Juli 1997-Dezember 2000 Wissenschaftlicher Angestellter am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Tübingen, Abteilung für Prothetik, Lehre im Bereich der vorklinischen Ausbildung von Studenten 1997-2000
- Januar 2001- Mai 2003 Angestellter Zahnarzt am „Zahnmedizinisches Fortbildungszentrum Stuttgart“ (ZFZ) mit Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie und Prothetik, Mitgestaltung der zertifizierten Fortbildung Implantologie, Leitung Curriculum Implantologie am ZFZ seit 2002
- 2002 Ernennung zum „Spezialist für Prothetik“ der DGPRo
- 2003 Niederlassung in der Praxis in Stuttgart seit Juni 2003
- 2004 Postgradualer Studiengang Implantologie von 2004-2007, MSc
- 2011 Studentische Lehre und Forschungsarbeit an der Uni Frankfurt, Abteilung Prothetik
- 2022 Fakultätsmitglied an Uni Witten/Herdecke. Studentische Lehre und Forschungsarbeit an der Uni Witten/Herdecke, Abteilung für zahnärztliche Prothetik und Dentale Technologie
Veröffentlichungen/ Vorträge
- Div. Vorträge an Fortbildungsveranstaltungen für Zahnärzte zu Themen: Implantologie,
Implantatprothetik, Hygiene in der Zahnarztpraxis - Div. nationale und internationale Posterpräsentationen und Publikationen
- Forschungstätigkeit an der Universität Tübingen mit den Schwerpunkten: Adhäsivbrücken, Konzeption und Durchführung von Studien zur Periimplantitis, Einsatz digitaler Daten in der zahnärztlichen Implantologie
- Publikationen an der Universität Frankfurt mit den Schwerpunkten: individuelle CAD/CAM-Implantatabutments, Gestaltung Emergezprofil. Publikationen; Betreuung von Dissertationen Thema Vergleich Befunde OPG-DVT. Publikationen; Betreuen von einer Dissertation zum Thema Schablonengeführte Implantation v. konv. Implantation. Publikation
- Publikationen an der Universität Witten/Herdecke Vergleich 2D- versus 3D-Diagnostik
- Betreuen einer Dissertation: Vergleich 2D- versus 3D-Diagnostik
- Diverse Vorlesungen an den Universitäten Tübingen, Freiburg, Frankfurt,Witten/Herdecke
PD Dr. Amely Hartmann
- Studium und Promotion an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
- Facharztausbildung zur Oralchirurgin an der Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und an den Praxiskliniken Dr. Seiler und Kollegen MVZ GmbH, Filderstadt
- Klinische Leitung der Praxiskliniken Dr. Seiler und Kollegen MVZ GmbH, Filderstadt
- Wissenschaftliche Angestellte an der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie/Plastische Operationen der Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
- Wissenschaftlichen Schwerpunkte: Augmentationstechniken, Schmerz und Neurophysiologie, Ästhetische implantologische Rekonstruktionen
- Habilitation 2024 im Fach Oralchirurgie zum Thema „Neurophysiologische Veränderungen in der Mund-, Kiefer- und Gesichtsregion“
Prof. Dr. Dr. Peer Kämmerer
- Medizin- und Zahnmedizinstudien an den Universitäten Mainz, Frankfurt und Zürich, mit anschließenden Promotionen in beiden Fachrichtungen
- Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie Fachzahnarzt für Oralchirurgie
- 2012-2013 Assistenzprofessor und Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Harvard University, Boston, USA
- Habilitation an der Universitätsmedizin Rostock
- 2016 Erlangung des Titel "Fellow des European Board of Oro-Maxillo-Facial Surgery Head and Neck Surgery (FEBOMFS)" nach erfolgreicher Prüfung
- Master of Arts in Gesundheitsökonomie an der Universität Kaiserslautern
- Master of Science in "Epidemiology and Clinical Research" an der Universität Mainz
- 2021 Ruf auf eine Universitätsprofessur für Plastisch-Rekonstruktive Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an der Universitätsmedizin Mainz
- derzeit: Leitender Oberarzt und Stellvertretender Klinikdirektor an der Universität Mainz
- Leitung der Sektion Plastisch-Rekonstruktive Chirurgie der Universitätsmedizin Mainz
- Forschungsschwerpunkt: Gesichts- und Kieferrekonstruktion inklusive der ästhetischen Rehabilitation, orale Malignome sowie zahnärztliche Lokalanästhesie und Sedierungsmethoden
Veröffentlichungen/ Vorträge
- Verfassung von über 300 von Experten begutachteten wissenschaftlichen Artikeln und Rezensionen
- zwei deutsche Lehrbücher zur Lokalanästhesie
- Buch über Notfälle in der zahnärztlichen Praxis
- Werk zur Behandlung von Tumorpatienten
- Buch über die Sedierung zahnärztlicher Patienten
- Mitglied des Editorial Boards mehrerer wissenschaftlicher Journals, darunter „Zahnärztliche Mitteilungen“, „wissen kompakt“ und „Zeitschrift für Zahnärztliche Implantologie“
Prof. Dr. Cornelia Herbert (Dipl. Psych.)
- 2000 Diplom in Psychologie (Dipl.-Psych.), Katholische Universität Eichstätt
- 2007 Doktor der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.), Universität Konstanz
- 2012 Habilitation (Dr. rer. nat. habil) u. Venia legendi für das Fach Psychologie, Universität Würzburg
- seit 2015 Universitätsprofessorin, Universität Ulm
Zusatzqualifikationen /-tätigkeiten
- Stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Universität Ulm
- Mitglied des Habilitationsausschusses u. der Studienkommission Cognitive Systems, Fakultät f. Ingenieurwissenschaften, Informatik und Psychologie an der Universität Ulm
- Mitglied des Neurozentrums und des Zentrums für Traumaforschung der Universität Ulm
- Mitglied der lokalen medizinischen Ethikkommission der Universität Ulm (bis 2023) und der Kommission Verantwortung in der Wissenschaft der Universität Ulm (bis 2022)
- Mitglied des EFA– Erklärbarkeit, Fairness und Akzeptanz intelligenter Systeme
- Forschungsschwerpunkte: Mensch, Neurowissenschaft, Technik und Gesundheit - Emotion, Sprache und Gesundheit; Neuropsychophysiologische Korrelate; Aktivitätsbezogene Prävention; Psychologische Mundgesundheit; Online-Privacyund Ethik; Spitzenleistung und Gesundheit; Neurowissenschaftliche Methoden
- Konferenzorganisationen, Organisation von Winter-/Summerschools, Workshops und Hackathons für Studierende, Bewegungsangebote für Studierende, Forschungsstudienreisen
- Regelmäßige Unterstützung: z. B. Langer Abend der Wissenschaft der Univ. Ulm; Humboldt Zentrum und ZAWIW durch Workshops, Programme und Vorträge
- Lehrinkubator 2025– Universität Ulm
- Unterstützung von Nachwuchswissenschaftlerinnen bei Karriere- und Genderfragen
- Coaching in Science u. eigene Lehr-/Forschungsprojekte mit Bezug zur Gleichstellung und Nachwuchsförderung
Veröffentlichungen/ Vorträge
- Lehre: Mensch, Neurowissenschaft, Technik und Gesundheit
- Vorlesungen, Seminare, forschungsorientierte Projektseminare im polyvalenten Bachelorstudiengang Psychologie sowie in den anwendungsbezogenen Profilfächern der Masterstudiengänge Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie und Cognitive
Systems - Betreuung von Abschlussarbeiten in der Psychologie, der Zahnmedizin und Dentalhygiene sowie in der Medizintechnik und von internationalen Studierenden
PD Dr. Anne Kruse
- 2002-2008 Studium der Zahnheilkunde an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit Abschluss durch das Staatsexamen Zahnmedizin Erteilung der zahnärztlichen Approbation
- November 2008 Promotion zum Dr. med. dent.
- 2008-2011 Vorbereitungsassistentin und angestellte Zahnärztin in zahnärztlicher Praxis
- seit 2011 Zahnärztin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Sektion Parodontologie, Klinik für Zahnerhaltungskunde und
Parodontologie des Universitätsklinikums Freiburg i. Br. (Ärztlicher Direktor: Prof. E. Hellwig) - seit 2016 Fachliche Koordinatorin des Master Parodontologie und Implantattherapie, Universität Freiburg
- 2017 Ernennung zur DGParo-Spezialistin für Parodontologie
- 2020-2022 erfolgreiche Teilnahme am EIRA Mentoring für Habilitandinnen, Programm der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg
- 2021 Ernennung zur Ernährungsmedizinerin der Deutschen Akademie für Ernährungsmedizin
- seit 2023 Ernennung zur Privatgutachterin für die Bezirkszahnärztekammer Freiburg
Organisation & Material
Skripte & Lernmaterialien:
Alle Unterlagen werden ausschließlich digital über den ZFZ Online-Campus bereitgestellt.
Abschluss
Termine
-
Mo., 27. April 2026, 20:30 Uhr – Mo., 9. November 2026, 21:00 Uhr
Schmerz in der Zahnmedizin 2026