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Schnittstelle Medizin & Gesundheit Buchbar

Schmerz in der Zahnmedizin 2026

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Kursbeschreibung

Schmerz in der Zahnmedizin – Interdisziplinäre Fortbildungsreihe für den Umgang mit Schmerzpatienten

 

Diese neue Online-On demand-Fortbildungsserie behandelt den Schmerzpatienten in der Zahnmedizin aus ganzheitlicher Sicht.

Von der Schmerzentstehung, der Schmerzweiterleitung, der Schmerzverarbeitung über die Schmerzausschaltung werden Schmerzen in ihrer akuten und chronischen Ausprägung umfangreich erklärt, differenziert und gezeigt in welchen Fällen eine interdisziplinäre Behandlung notwendig ist. Anschließend werden Schmerzpatienten aus der Sicht eines jeden Fachgebietes in der Zahnmedizin bezüglich Diagnostik und Therapie besprochen. Auf was kommt es an? Welche Besonderheiten gibt es bei Schmerzpatienten in der Zahnerhaltung/ Endodontie, der Parodontologie, der Chirurgie, der Kinderzahnheilkunde und der funktionellen Zahnheilkunde? Wie kann ich Schmerzen bei meinen Patienten effektiv lindern bzw. ausschalten? Wie kann ich meinen Patienten bei der Schmerzverarbeitung psychologisch unterstützen? Wie kann ich die Behandlung von Schmerzpatienten effektiv in meinen Praxisalltag integrieren? Welche Rahmenbedingungen, rechtlichen Aspekte  muss ich bei der Behandlung von Schmerzpatienten beachten?

Das Beste: Maximale Flexibilität!

Sollten Sie Termine verpassen, stehen Ihnen alle Vorträge On-Demand bis Ende Dezember 2026 zur Verfügung.

 Insgesamt werden 20 Fortbildungspunkte bescheinigt.

Sichern Sie sich jetzt Ihren Platz und gestalten Sie die Zukunft der schmerzfreien Zahnmedizin aktiv mit!


Online-Live-Termine: jeweils von 18:30 – 20:00Uhr

Kursstruktur & Ablauf

Das erwartet Sie

Modul 1: Schmerzentstehung, Schmerzweiterleitung, Schmerzverarbeitung – 27.04.26

OA Dr. Hannes Hofbauer, MBA

Schmerz ist ein komplexes biopsychosoziales Phänomen, das weit über die reine Gewebeschädigung hinausgeht. Der Vortrag beleuchtet die neurophysiologischen Grundlagen der Schmerzentstehung, die Mechanismen der afferenten Schmerzweiterleitung sowie die zentralnervösen Prozesse der Schmerzverarbeitung und -modulation. Besonders berücksichtigt werden Mechanismen der zentralen Sensitivierung und deren Bedeutung für die Schmerzchronifizierung. Darüber hinaus werden die unterschiedlichen Schmerzarten von nozizeptiv über neuropathisch bis zu noziplastisch dargestellt.

 

Modul 2: Psychologische Schmerzverarbeitung, Lebensqualität – 15.06.2026

Prof. Dr. Cornelia Herbert

Schmerz ist nicht nur ein körperliches, sondern auch ein sensorisches, emotionales und kognitives Phänomen mit Auswirkungen auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität. Dieses Modul vermittelt psychologische Grundlagen, Theorien und Strategien zur Wahrnehmung, Verarbeitung und Regulation von Schmerzen mit Fokus auf die zahnmedizinische Versorgung und die psychologischen Aspekte der zahnmedizinischen Schmerztherapie. Es werden folgende Inhalte besprochen.

Psychologie des Schmerzes:

  • Psychologische Theorien der Schmerzwahrnehmung, -verarbeitung und Schmerzregulation
  • Schmerz, Stress und Emotionen: Schmerzverarbeitung im Gehirn, Schmerzgedächtnis und Psychophysiologie des Schmerzes
  • Psychologische Einflussfaktoren auf die Schmerzwahrnehmung,-Verarbeitung und Schmerzregulation
  • Einfluss und Auswirkungen von Schmerzen auf die Mundgesundheit, das Wohlbefinden, die Lebensqualität und die Behandlungsadhärenz
  • Psychologische Ansätze der Schmerzbewältigung in der Zahnmedizin
  • Psychologische Aspekte der zahnmedizinischen Schmerztherapie
  • Komorbidität des Schmerzes und Schmerzvulnerabilität: Umgang mit Schmerzpatienten/-innen aus psychologischer Sicht
  • Spezialgebiete und psychologische Methoden in der Schmerztherapie

 

Modul 3: Schmerzausschaltung – 29.06.2026

Prof. Dr. Dr. Peer Kämmerer

Der Vortrag beleuchtet Lokalanästhesie, Analgesie und Sedierung als zentrale Säulen der Schmerz- und Angstprävention in der modernen Zahnmedizin. Auf Basis aktueller wissenschaftlicher Evidenz werden pharmakologische Grundlagen, klinische Entscheidungsstrategien sowie praktische Aspekte der sicheren Anwendung dargestellt. Ziel ist es, Behandlerinnen und Behandlern ein strukturiertes Konzept an die Hand zu geben, um Schmerz, Stress und Behandlungsangst effektiv zu minimieren und die Versorgungsqualität nachhaltig zu verbessern.

 

Modul 4: Schmerzpatienten in der Zahnmedizin – Kons /Endo – 20.07.2026

Prof. Dr. Tina Rödig

Eine strukturierte und sorgfältige Diagnostik bildet die Grundlage, um odontogene Schmerzursachen sicher zu identifizieren und zielführend zu behandeln. Im Vortrag die Bedeutung einer strukturierten Anamnese, relevante klinische Tests und weitere diagnostische Hilfsmittel vorgestellt sowie die Therapie akuter Pulpitiden, symptomatischer apikaler Parodontitiden und periapikaler Abszesse beleuchtet. Im Fokus stehen dabei die differenzialdiagnostische Abgrenzung und die Anwendung effizienter, evidenzbasierter Konzepte zur Akutbehandlung.

 

Modul 5: Neurophysiologische Veränderungen in der Mund-, Kiefer- & Gesichtsregion – 21.09.2026

PD Dr. Amely Hartmann

Chirurgische und zahnärztliche Interventionen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich bergen das Risiko einer Schädigung sensorischer Nerven, insbesondere des N. alveolaris inferior und des N. lingualis. Daraus können neurophysiologische Veränderungen in den betroffenen Arealen resultieren, die insbesondere bei elektiven Eingriffen wie Implantationen auch forensische Relevanz besitzen. Vorgestellt wird ein strukturiertes diagnostisches und therapeutisches Vorgehen bei neurophysiologischen Veränderungen in der Mundhöhle sowie ein Überblick über relevante Krankheitsbilder mit neurophysiologischem Hintergrund.

 

Modul 6: Schmerzpatienten in der Zahnmedizin – Paro &  Chirurgie – 05.10.2026

PD Dr. Anne Kruse

Dr. Ali Ketabi MSc.

 

Teil 1: PD Dr. Anne Kruse

Die häufigsten Schmerzfälle in der Parodontologie werden durch parodontale Abszesse verursacht. Weniger häufig finden sich im Praxisalltag nekrotisierende Erkrankungen. Ist die Diagnose gestellt, lassen sie sich durch ein konsequentes Therapieregime meist gut behandeln. Da Nekrosen im Mundraum jedoch häufig ein Symptom einer immunologischen Grunderkrankung darstellen, ist die Kenntnis möglicher Differentialdiagnosen besonders wichtig. Aber auch Komplikationen der Parodontitistherapie können zu potenziellen Notfällen führen, wie beispielsweise einem Emphysem oder Hirnabszess.

 

Teil 2: Dr. Ali Ketabi MSc.

Odontogene und Nicht-odontogene Ursachen erkennen: Wir müssen lernen, Symptome wie den atypischen Gesichtsschmerz oder die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) von klassischen Zahnschmerzen zu differenzieren, um unnötige invasive Eingriffe zu vermeiden.

Empathie statt Routine: Warum Akzeptanz und Wertschätzung der Schlüssel sind, um die Abwärtsspirale aus Schmerz und Verzweiflung zu durchbrechen.

Klare Kommunikation: Wie wir komplexe Behandlungen so erklären, dass keine Missverständnisse entstehen, die zu neuen Ängsten führen.

 

Modul 7: Schmerzpatienten in der Zahnmedizin – Funktionsdiagnostik & Kinderzahnheilkunde – 19.10.2026

Dr. Steffani Görl

Prof. Dr. Yvonne Wagner

 

Teil 1: Dr. Steffani Görl

Schmerzpatienten gehören zu einer der anspruchsvollsten Patientengruppen in der zahnärztlichen Praxis. Funktionsbedingte Schmerzen zeigen sich mitunter als persistierende oder unklare Beschwerden, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen. Ohne strukturierte Diagnostik und rasche zielgerichtete Therapie besteht die Gefahr unnötiger invasiver Maßnahmen und/oder einer Chronifizierung der Schmerzsymptomatik.

Der Vortrag gibt einen kompakten, praxisorientierten Überblick über die Schmerzanamnese, Differenzialdiagnostik und Therapie von funktionsbedingten Schmerzen. Ziel ist es, typische Schmerzformen sicher zu erkennen und therapeutische Entscheidungen an der zugrunde liegenden Schmerzpathophysiologie auszurichten.

 

Teil 2: Prof. Dr. Yvonne Wagner

Wer kennt es nicht, wenn kurz vor Feierabend oder während der täglichen Behandlung plötzlich ein Schmerzpatient in die Praxis kommt und unerwartet versorgt werden muss.

Eine besondere Herausforderung in der Behandlung können dann Kinder und Jugendliche und ihre Eltern sein. Dieser Vortrag gibt Ihnen eine kurze Übersicht zu den typischen Notfällen in der Kinderzahnheilkunde, Besonderheiten in der Diagnose und therapeutischen Versorgung bzw. Erstversorgung.

  • Frühkindliche Karies
  • Apikale Parodontitis
  • MIH
  • Dentale Traumata

 

Modul 8: Fallbesprechung, Fachgespräch – 09.11.2026

Prof. Dr. Yvonne Wagner

Dr. Steffen Rieger

Vortrag / Fallpräsentation zum Thema Schmerzen in der Zahnmedizin

Wählen Sie einen eigenen spannenden Fall, egal ob es ein interessanter Patientenfall oder eine besondere Schmerz-Behandlungsmethode ist und stellen Sie diesen kreativ in einem kurzen Video vor. Es ist ganz Ihnen überlassen, ob Sie eine PowerPoint-Vorlage, eine Wordvorlage oder eigene Flyer als Grundlage verwenden. Die besten Einsendungen präsentieren wir gemeinsam im Abschlussmodul, beantworten offene Fragen und tauschen uns in lockerer Runde über Ihre Erfahrungen aus.

Wir freuen uns schon jetzt auf viele abwechslungsreiche und aufschlussreiche Vorträge!

 

 

Zusatz: On-Demand-Vorträge

Vortrag 1: Botox

Dr. Steffani Görl

Myalgien der Kaumuskulatur und persistierende dentoalveoläre Schmerzen stellen zuweilen in der zahnärztlichen Praxis therapeutisch herausfordernde Krankheitsbilder dar, bei denen etablierte Behandlungsstrategien nicht selten nur eine unzureichende Beschwerdereduktion erzielen. In den letzten Jahren hat sich die Injektion von Botulinumtoxin als ergänzender Therapieansatz etabliert, der über die Blockade der Acetylcholinfreisetzung an der motorischen Endplatte zu einer Reduktion der Muskelaktivität und dadurch zu einer Reduktion muskelbedingter Schmerzen führen kann.

Neben der Hemmung der Acetylcholinfreisetzung kann Botulinumtoxin auch die Freisetzung von Entzündungsfaktoren und schmerzleitenden Substanzen reduzieren. In der Literatur wurde der erfolgreiche Einsatz bei persistierenden dentoalveolären Schmerzen wiederholt beschrieben.

Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick über …

  • die Struktur und Wirkungsweise des Botulinumneurotoxins,
  • die Indikationen und Anwendungsmöglichkeiten von Botulinumneurotoxin in der Zahnmedizin,
  • Nebenwirkungen, Komplikationen und Limitationen der Therapie sowie

berufsrechtliche Aspekte des Off-Label-Use.

 

Vortrag 2: Nocebovermeidende Kommunikation – Mit Worten die Analgesie verdoppeln

Prof. Dr. Winfried Meissner

Words can hurt or heal: In diesem Beitrag wird es darum gehen, welche negativen oder positiven Auswirkungen unsere Kommunikation auf Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung haben können. Tagtäglich tragen wir unbewußt und ungewollt durch unsere Wortwahl zu einer Schmerzverstärkung bei. Eine adäquate Kommunikation kann dagegen die Wirkung von Analgetika nahezu verdoppeln – indem körpereigene schmerzlindernde Mechanismen aktiviert werden. Der Kurs wird dazu ganz praktische Hinweise geben und an Beispielen zeigen, wo sich unsere Kommunikation verbessern läßt.

Referent:innen

Organisation & Material

Skripte & Lernmaterialien:
Alle Unterlagen werden ausschließlich digital über den ZFZ Online-Campus bereitgestellt.

 

Abschluss

Am Ende erhalten Sie eine Abschlussurkunde und eine Teilnahmebescheinigung inklusive den Fortbildungspunkten.

Termine

  • Mo., 27. April 2026, 20:30 Uhr – Mo., 9. November 2026, 21:00 Uhr

    Schmerz in der Zahnmedizin 2026