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Implantologie Buchbar On-Demand

Implantologie evidenzbasiert – was gibt es Neues (in den Leitlinien)?

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Kursbeschreibung

Diese Online-Vortragsreihe zum Thema „Implantologie evidenzbasiert – was gibt es Neues in den Leitlinien?“ besteht aus 5 Modulen mit 10 Online-Video-Vorträgen (Länge jeweils zw. 35 und 55 Minuten) von namhaften Referentinnen und Referenten.

Die Implantologie ist ein stetig wachsendes und anspruchsvolles Tätigkeitsgebiet in der täglichen Praxis. Nach Zahnverlust oder Nichtanlage kann eine Lückensituation adäquat mit dentalen Implantaten versorgt werden und der Patient ist in seiner Ästhetik, Funktion und Lebensqualität nicht eingeschränkt. Die Erfahrungen aus der Praxis, der Wissenschaft und der Forschung auf diesem Gebiet tragen zu einer rasanten Weiterentwicklung bei. Dies hat viele Vorteile für den Behandler und den Patienten. Die zahnärztliche Behandlung sollte stets „up to date“ sein und sich an der aktuellen Evidenzbasis orientieren.

Diese Videovortragsreihe „Implantologie evidenzbasiert – was gibt es Neues in den Leitlinien“ mit 10 Online-Video-Vorträgen schafft einen bequemen Überblick über die aktuellen Leitlinien und fokussiert auf die Neuerungen, aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und bewährten Verfahren aus der Praxis.
Dies gibt Hilfestellung bei spezifischen Entscheidungen und mehr Sicherheit in der täglichen Praxis.

 

Der Zugang zum digitalen Kursraum besteht für Sie für 90 Tage ab dem Zeitpunkt der Bestellung  jedereit und von jedem Ort aus.

Für den Kurs erhalten Sie 10 Fortbildungspunkte.
Die Fortbildungsbescheinigung können Sie sich selbst auf der Plattform unmittelbar nach einem erfolgreich abgeschlossenen Online-Test downloaden.

Kursstruktur & Ablauf

Das erwartet Sie

Modul 1 

PD Dr. Stefan Wentascheck, M.Sc.
Implantationszeitpunkte – Wann implantieren?

Für die Patientenzufriedenheit spielt nicht nur das Behandlungsergebnis, sondern auch der Weg dorthin eine entscheidende Rolle. Eine kurze Behandlungsdauer, möglichst Schmerzfreiheit, wenige Eingriffe, schnelle Heilung, keine Komplikationen und ein vorhersagbares Ergebnis erleichtern dem Patienten die Adaptation der Behandlung und des Ergebnisses. Der Implantationszeitpunkt hat einen direkten Einfluss hierauf. Die S2K-Leitlinie zu diesem Thema fokussiert auf die Fragen ob die Auswahl des Implantationszeitpunktes Einfluss auf das Implantatüberleben hat, welche systemischen und lokalen Faktoren bei der Auswahl des Implantationszeitpunktes beachtet werden müssen und welche zusätzlichen Maßnahmen relevant sind.

Die Entscheidung beziehungsweise Planung zum Implantationszeitpunkt sollte bereits mit der Indikation zur Zahnextraktion beginnen und wird vor allem durch die sich in der Heilung verändernden Hart- und Weichgewebe bestimmt. Therapieentscheidend sind neben der Anamnese und der klinischen und radiologischen Befunde die patienteneigenen, individuellen Risikofaktoren. Die Spätimplantation weist exzellente Überlebensraten auf. Durch die extraktionsbedingten physiologischen Umbauprozesse ist die Notwendigkeit einer Augmentation aber am wahrscheinlichsten oder das Risiko einer abweichenden Implantatposition am höchsten. Bei der Sofortimplantation möchte man den extraktionsbedingten Umbauprozessen zuvorkommen. Die Implantation ist jedoch deutlich anspruchsvoller und die Überlebensraten unter Umständen schlechter. Darüber hinaus sprechen eine Vielzahl von Erkrankungen gegen eine Erhöhung der operativen Risiken.

Die Leitlinie „Implantationszeitpunkte“ soll hier eine Entscheidungshilfe für den geeigneten Implantationszeitpunkt bieten und so die Versorgungsqualität verbessern.

Dr. Dr. Burkhard Kunzendorf
Indikationen zur implantologischen 3D-Röntengendiagnostik und navigationsgestützten Implantologie

Hintergrund:
Zahnimplantate sind eine gängige Restaurationsmethode zum Ersatz fehlender Zähne. Zunehmend werden Insertionstechniken angeboten, die durch dreidimensionale Bildgebung und Navigation unterstützt werden.

Zielsetzung:
Beantwortung der beiden folgenden Forschungsfragen:
1. Was sind die Vor- und Nachteile der zwei-/dreidimensionalen Bildgebung in der dentalen Implantologie?
2. Was sind die Vor- und Nachteile einer freihändigen Implantation im Vergleich zur navigationsgestützten Implantation?

Methoden:
Es wurde eine systematische Übersichtsarbeit in Anlehnung an das PRISMA-Statement durchgeführt.  Die Literaturrecherche wurde in folgenden Bibliotheken durchgeführt: PubMed, Embase, AWMF Online und Cochrane Library. Das Risiko einer Verzerrung bei randomisierten kontrollierten Studien wurde anhand der Sign-Checkliste” bewertet.  Insgesamt wurden 81 Studien eingeschlossen und die Evidenz zusammengeführt.

Ergebnisse:
Obwohl dreidimensionale Bilder, die das Implantatlager in allen Ebenen verzerrungsfrei darstellen, einen Vorteil in Bezug auf die Bildqualität bieten, sind sie auch mit höheren Kosten und Strahlenbelastungen verbunden. Die dynamische und die statische Navigation sind in ihrer Genauigkeit gleichwertig und genauer als die Freihandmethode. Ein Vorteil für das Überleben des Implantats innerhalb der ersten 5 Jahre konnte für keine der Methoden nachgewiesen werden.

Diskussion:
Eine Panoramaröntgenaufnahme mit einem Referenzkörper ist oft ausreichend und die Methode der Wahl für ein zweidimensionales Bild. Wenn ein dreidimensionales Bild benötigt wird, sollte eine Cone-Beam-Computertomographie mit niedrigen Dosisprotokolleinstellungen verwendet werden. Insbesondere bei komplexen Fällen sollte eine Navigationshilfe in Betracht gezogen werden.

Schlussfolgerung:
Welche Technik für die Implantation verwendet wird, sollte im Einzelfall entschieden werden. Mit der zunehmenden Verfügbarkeit der dreidimensionalen Bildgebung sollte auch das Bewusstsein für die Strahlenbelastung steigen.

 

Modul 2 

PD Dr. Dr. Fabian Duttenhoefer
Dentale Implantate bei Immundefizienz – die neue Herausforderung in der Praxis

Vor dem Hintergrund der aktuellen demographischen Entwicklung mit Verbesserung der Gesundheitsversorgung und höherer Lebenserwartung steigt die Anzahl an Patienten mit Immundefizienz und dem Wunsch nach implantatgetragenen Zahnersatz. In der Praxis besteht bei diesem Patientenkollektiv eine weitgehende Unsicherheit über die Indikationsstellung zur Insertion dentaler Implantate sowie über die Vorbereitung, Durchführung und Nachsorge des Eingriffes. Der folgende Beitrag gibt eine praxisorientierte Handlungsempfehlung zur Indikationsfindung und zum Therapiemanagement von dentalen Implantaten bei immundefizienten Patienten

Prof. Dr. Aydin Gülses
PRF: Biologie, Indikationen und klinische Einsatzbereiche in der Zahnmedizin 

PRF ist ein vollständig autologes, biologisches Additiv, kostengünstig und einfach herstellbar und verfügt über eine verlängerte Freisetzung von Wachstumsfaktoren, die die lokale Wundheilung verbessern können. Seit ihrer Einführung wurden verschiedene Protokolle für die Herstellung von PRF mit unterschiedlichen Mengen an Wachstumsfaktoren und anderen für die Wundheilung erforderlichen Biomolekülen vorgeschlagen. Über die potenzielle Wirkung der PRF-Komponenten auf die Heilung von Hart- und Weichgewebe wird jedoch nach wie vor in der Literatur kontrovers diskutiert. In diesem Vortrag werden die die biologischen Eigenschaften der verschiedenen Modifikationen des PRF-Verfahrens (L-PRF, A-PRF, i-PRF, T-PRF, „sticky bone“, etc.)  und Einsatzbereiche in der Zahnmedizin (Oralchirurgie, Implantologie, Kiefergelenksererkrankungen, etc.) zusammengefasst.

 

Modul 3

PD Dr. Dr. Hendrik Naujokat
Zahnimplantate bei Patienten mit Diabetes mellitus

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung mit steigender Prävalenz. Der gestörte Glukosestoffwechsel führt zu vielfältigen Folgeerkrankungen, so ist z.B. bekannt, dass Menschen mit Diabetes mellitus deutlich häufiger und schwerer von Parodontitis betroffen sind. Während Diabetes mellitus lange als eine Kontraindikation für die dentale Implantologie galt, wird es heute eher als Risikofaktor eingestuft. In diesem Webinar wird die aktuelle Evidenz zu dem Thema zusammengetragen und es werden Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge präsentiert. Bei korrekter Indikationsstellung und einem risikoorientierten Vorgehen sind Zahnimplantate eine sichere und vorhersagbare Therapie.

Prof. Dr. Dr. Christian Walter
Implantation bei Patienten mit Knochenantiresorptiva-Behandlung

Leitlinien zur Bisphosphonat assoziierten Osteonekrose wurden schon relativ kurz nach Bekanntwerden dieser Erkrankung international veröffentlicht. Leitlinien zum Umgang mit diesen Patienten bei implantologischen Fragestellungen gibt es nur in Deutschland und wurden erstmals 2016 durch die DGI, DGZMK und die AWMF veröffentlicht, wobei hier nicht nur Bisphosphonate sondern alle Antiresorptiva adressiert sind.

Diese Leitlinie wurde nun aktualisiert und beleuchtet alle Teilschritte von der Implantatplanung und Indikationsstellung bis zur Nachsorge dieser Patienten. Es soll somit der therapeutische Korridor für den praktisch tätigen Implantologen aufgewiesen werden.

Alle Empfehlungen und Statements wurden auf ihre Aktualität hin überprüft, so dass die Empfehlungen jetzt durch deutlich mehr Evidenz gestützt sind. Inhaltlich ergeben sich zur ersten Leitlinie von 2016 keine Änderungen.

 

Modul 4 

Prof. Dr. Dr. Peer Kämmerer, MA, M.Sc.
Anwendung von Knochenersatzmaterialien bei Implantationen

Die Online-Weiterbildung “Anwendung von Knochenersatzmaterialien bei Implantationen” bietet Zahnärzten/innen eine faszinierende Reise durch die Welt der modernen Implantologie. Mit einem Fokus auf die Vielseitigkeit und Wertigkeit unterschiedlicher Knochenersatzmaterialien in diversen klinischen Szenarien wird dieses Programm die Teilnehmer/innen dazu befähigen, ihre implantologischen Fähigkeiten auf ein neues Niveau zu heben.

Durch die Erforschung von Defekt- und Patientencharakteristika sowie die Analyse aktueller Evidenzen aus der Literatur werden die Teilnehmer/innen nicht nur ihr Verständnis für die Anwendung von Knochenersatzmaterialien vertiefen, sondern auch ihre Sicherheit in der Auswahl und Umsetzung dieser Materialien stärken.

Diese Weiterbildung verspricht, den Teilnehmer/innen einen ganzheitlichen Überblick über die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse auf dem Gebiet der Knochenersatzmaterialien zu bieten. Am Ende werden die Zahnärzte/innen nicht nur in der Lage sein, fundierte Entscheidungen zu treffen, sondern auch innovative Techniken zu beherrschen, um optimale Behandlungsergebnisse für ihre Patienten zu erzielen. Seien Sie dabei und entdecken Sie die spannende Welt der Knochenersatzmaterialien in der Implantologie!

Dr. Jaana-Sophia Kern, M.Sc.
Implantologie im zahnlosen Oberkiefer – Aktuelle Empfehlungen

Das Webinar beleuchtet den Themenkomplex Implantologie/Implantatprothetik im zahnlosen Oberkiefer. Es werden die aktuellen Empfehlungen und Aussagen der S3-Leitlinie „Implantatprothetische Versorgung des zahnlosen Oberkiefers“ vorgestellt und deren wissenschaftlicher Hintergrund erläutert. Die Frage nach der optimalen Implantatanzahl und den passenden Therapiekonzepten wird anhand der Leitlinie sowie klinischer Fälle beantwortet. Darüber hinaus wird der zahnlose Oberkiefer dem zahnlosen Unterkiefer gegenübergestellt. Kann z.B. die für den zahnlosen Unterkiefer inzwischen als Standard geltende Versorgung mit 2 Implantaten und Deckprothese eins zu eins auf den Oberkiefer übertragen werden? Wie sieht es mit dem sogenannten All-on-4-Konzept aus – oder sollten es für festsitzende Versorgungen lieber mehr Implantate sein?Und nicht zuletzt: Was lässt sich über Patientenzufriedenheit und Kaufähigkeit sagen?
Eine Übersicht über die aktuelle Literatur rundet das Thema ab

 

Modul 5

Priv. Doc. Dr. Ausra Ramanauskaite, PhD
Therapie der periimplantären Infektion

Periimplantitis ist eine Plaque-assoziierte pathologische Erkrankung, die hauptsächlich durch den fortschreitenden Verlust des Stützknochens gekennzeichnet ist. Es liegen erhebliche Belege dafür vor, dass eine nicht-chirurgische Therapie hinsichtlich der Eindämmung eines weiteren Knochenverlusts nur begrenzt wirksam ist. Daher wird bei Periimplantitis eine chirurgische Therapie empfohlen.

Um in unterschiedlichen klinischen Situationen optimale Behandlungsergebnisse zu erzielen, sind fundierte Kenntnisse über die Indikation und Durchführung verschiedener Behandlungsmodalitäten erforderlich. In diesem Vortrag werden unterschiedliche nichtchirurgische und chirurgische Periimplantitis Behandlungskonzepte basierend auf der S3-Leitlinie zur „Behandlung von periimplantären Infektionen an Zahnimplantaten“ (Registernummer 083-023, V 2.0, Stand 02.12.2022) beleuchtet. Wichtige präventive Aspekte, darunter lokale und patientenbezogene potenzielle Risikoindikatoren sowie die mit den Behandlungsergebnissen verbundenen Prognosefaktoren werden außerdem weiter diskutiert.

Dr. Dr. Lena Katharina Müller-Heupt
Materialunverträglichkeiten in der Implantologie

Titan wird in der Medizin und Zahnmedizin als sicheres und langlebiges Material für Implantate geschätzt. Trotz dieser positiven Eigenschaften zeigt kein Material im biologischen Gewebe eine vollständig inerte Reaktion. Dies wirft die Frage nach möglichen Materialunverträglichkeiten auf, die in der S3-Leitlinie “Materialunverträglichkeiten bei dentalen, enossalen Implantaten” zusammengefasst ist.

Besonderes Augenmerk in der Zahnmedizin liegt auf potenziellen materialbedingten Auswirkungen von Titanimplantaten auf periimplantäre Gewebe. Die Erkenntnis, dass Implantatoberflächen Partikel freisetzen können, die lokale Immunreaktionen hervorrufen können, verstärkt dieses Interesse. Frau Dr. Dr. Lena Müller-Heupt wird in ihrem Vortrag auf klinische Konsequenzen, mögliche überzogene Rückschlüsse und die Sinnhaftigkeit diagnostischer Tests eingehen. Als federführende Autorin der S3-Leitlinie “Materialunverträglichkeiten bei dentalen, enossalen Implantaten” präsentiert sie Zusammenhänge und Empfehlungen, zu deren Erstellung sie maßgeblich beigetragen hat.

Referent:innen

Organisation & Material

Kurszugang – ZFZ Online-Campus

Bei dem Kurs handelt es sich um einen On-Demand-Kurs, der Zugang zum Kurs erfolgt direkt ab dem Zeitpunkt der Bestellung
für einen Zeitraum von 90 Tagen.

Der Kurs ist bis zum 31.12.2026 bestellbar.

Die Inhalte des reinen Online-Kurses finden Sie auf unserem ZFZ Online-Campus.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten über ihr eigenes ZFZ Benutzerkonto einen direkten Zugang zum Online-Campus. Sollte noch kein Konto vorhanden sein, wird ein solches automatisch angelegt und die Zugangsdaten per E-Mail an die im Bestellformular eingetragene private E-Mailadresse versendet.

Der Kurs umfasst 10 Videovorträge mit einer Gesamtlänge von insgesamt ca. 7 Stunden.
Nach Durchführung eines Onlinetests ist die Teilnahmebescheinigung mit 10 Fortbildungspunkten als pdf-Datei downloadbar.

Zielgruppe

Zahnärzte/innen

Technische Voraussetzungen

Für den Kurs benötigen Sie PC, Mac, Tablet oder Smartphone mit Lautsprecher.