ZFZ Stuttgart - Zahnmedizinisches Fortbildungszentrum Stuttgart
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Kursbeschreibung

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Zahnmedizinische/r Prophylaxeassistent/in (ZMP) Online

ZMP-Fortbildung nach der Fortbildungsordnung zur Zahnmedizinischen Prophylaxe-Assistentin der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg vom 08. Januar 2016

Die Zahnmedizinische Prophylaxe-Assistentin (ZMP) ist eine qualifizierte Mitarbeiterin des Zahnarztes, die nach seiner Anweisung sowie unter seiner Aufsicht und Verantwortung Hilfe bei der Behandlung von Zahn, Mund- und Kieferkrankheiten leistet. Sie verfügt über eine zusätzliche Qualifikation im Bereich Prophylaxe. Die/der ZMP entlastet den Zahnarzt bei der zahnmedizinischen Vorsorge. Sie/er ist befähigt, die professionelle Zahnreinigung mit allen zur Verfügung stehenden modernen Apparaten und Hilfsmitteln unter Aufsicht des Zahnarztes selbständig durchzuführen.


Die Fortbildungsteilnehmer-/innen sollen insbesondere die Qualifikation und Befähigung erlangen,

  • aphysiologische und pathologische Grundlagen der Mundhöhle in Vernetzung mit Basiswissen aus Anatomie, Pathologie und Mikrobiologie zu erkennen
  • Befunde in fachübergreifender Zusammenarbeit zu gewinnen, zu dokumentieren und zu interpretieren,
  • präventive und therapeutische Maßnahmen umzusetzen,
  • kommunikative Kompetenzen empfängerbezogen einzusetzen und nachhaltig durch Vermittlung fachlicher Grundlagen zu Verhaltensänderungen durch Gesundheitserziehung, -vorsorge und –aufklärung zu motivieren,
  • den Prozess der Arbeitsabläufe im Team und am eigenen Arbeitsplatz strategisch und organisatorisch zu steuern und zu evaluieren,
  • individualprophylaktische Aufgaben risikoorientiert für alle Altersgruppen zu planen, zu begleiten und umzusetzen,
  • prophylaktische Leistungen unter Berücksichtigung aktueller Vertragsgrundlagen abzurechnen.

Die Fortbildung ist ausgerichtet auf eine Tätigkeit in der freien Praxis einer niedergelassenen Zahnärztin oder eines niedergelassenen Zahnarztes und in Zentren für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Sie ist Grundlage zur raschen und reibungslosen Vermittlung von Spezialwissen unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen.

Ablauf des ZMP-Kurses:

  • Modul 1 (Online-Schulung) 29.01.-16.02.2018
  • Praktischer Präsenzteil  19.02.-22.02.2018
  • Modul 2 (Online-Schulung) 26.02.- 09.03.2018
  • Praktischer Präsenzteil 12.03.-15.03.2018
  • Modul 3 (Online-Schulung) 19.03.-06.04.2018
  • Praktischer Präsenzteil 09.04.-11.04.2018
  • Modul 4 (Online-Schulung) 16.04.-11.05.2018
  • Praktischer Präsenzteil 14.05.-17.05.2018
  • Modul 5 (Prüfungsmodul)
  • Schriftliche Prüfung 17.05.2018
  • Praktische Prüfung am Phantom 05.06.2018
  • Praktische Prüfung am Patienten 04.06.2018
  • Mündliche Prüfung 06.06.2018

Kursinhalt

 

Im Rahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung zur/zum ZMP werden die für die Tätigkeit als ZMP erforderlichen Kompetenzen und Qualifikationen vermittelt. Der Unterricht erstreckt sich dabei insbesondere auf die nachstehenden Bereiche und baut grundsätzlich auf dem Kenntnisstand der Berufsausbildung zur/zum Zahnmedizinischen Fachangestellten auf:

1. Allgemeinmedizinische Grundlagen

  • Grundlagen insbesondere der Anatomie, Physiologie, Pathologie und Mikrobiologie in ihren Bedeutungen für orale Erkrankungen aufzeigen, abgrenzen und auf die beruflichen Anwendungsfelder übertragen
  • Physiologische und pathologische Veränderungen in der Mundhöhle unterscheiden und deren Auswirkungen identifizieren

2. Zahnmedizinische Grundlagen

  • Ursachen, Erscheinungsbild und Verlaufsformen von Erkrankungen in der Mundhöhle klassifizieren und anwendungsbezogen beurteilen
  • Risikofaktoren für parodontale Erkrankungen unterscheiden und bewerten
  • Zahnhartsubstanzdestruktionen in ihren Erscheinungsformen und Wirkungen differenzieren

3. Ernährungslehre

  • Stoffwechsel der Hauptnährstoffe charakterisieren und Folgen einer überhöhten resp. reduzierten Zufuhr für den Energiehaushalt und Ernährungsstatus ableiten
  • Beziehungen zwischen Ernährung und Ernährungsverhalten für die Zahn- und Mundgesundheit zielgruppenorientiert aufzeigen, Wirkungen von Mangelernährung, insbesondere im Alter, erläutern
  • Ernährungsanamnese und –beratung zur Prävention von oralen Erkrankungen durchführen

 

4. Prophylaxe oraler Erkrankungen

  • Ursachen oraler Erkrankungen aufzeigen und die Folgen erläutern
  • Bedeutung der Mundhygiene patientenbezogen erläutern
  • Maßnahmen der Mundhygiene anwendungsbezogen kennzeichnen, Möglichkeiten der häuslichen und professionellen Prophylaxe mit ihren Methoden aufzeigen, Patienten zu Veränderungsprozessen motivieren und überwachen
  • Fluoridpräparate in ihren Anwendungsmöglichkeiten und Wirkungen beschreiben und erläutern, Möglichkeiten der häuslichen Anwendung aufzeigen und patientenorientiert darstellen
  • Praxisrelevante, prophylaxespezifische Indices abgrenzen und erheben
  • Fissurenversiegelung durchführen
  • Maßnahmen und Techniken der relativen und absoluten Trockenlegung differenzieren und fallbezogen umsetzen
  • Verfahren und Techniken der Zahnreinigung anwendungsbezogen umsetzen, allgemeinmedizinische Risikofaktoren patientenorientiert beachten
  • Weiche und harte sowie klinisch sichtbare subgingivale Beläge entfernen
  • Hand- und maschinenbetriebene Instrumente (einschließlich Schall- und Ultraschallinstrumente) in ihren Anwendungen differenzieren
  • Handinstrumente aufschleifen
  • Oberflächen-, Interdental- und Füllungspolituren einschließlich des Entfernens von Überhängen durchführen
  • Situationsabformungen anfertigen, Provisorien herstellen
  • Medikamententräger herstellen und indikationsbezogen anwenden
  • Recall-Intervalle befundbezogen, individuell festlegen und organisatorisch steuern

 

5. Zahnmedizinische Betreuung von Menschen mit Unterstützungsbedarf

  • Demografische Herausforderungen aufgreifen und deren Bedeutung für die zahnmedizinische Betreuung älterer Menschen und von Menschen mit Behinderungen bewerten
  • Prophylaxestrategien unter Berücksichtigung altersabhängiger Veränderungen im Mund individuell planen und umsetzen
  • Zahnärztliches und pflegerisches Personal in das individuelle Prophylaxeschema einbeziehen und dessen Umsetzung organisieren und überwachen
  • Prophylaxemaßnahmen für Menschen mit Behinderung individuell gestalten, umsetzen und kontinuierlich überwachen

 

6. Klinische Dokumentation

  • Befunderhebung in der Mundhöhle dokumentieren und interpretieren
  • PAR-Befunde mitwirkend erheben und auswerten; PAR-Status nach Vorgaben erstellen
  • Fallpräsentationen durchführen

 

7. Psychologie und Kommunikation

  • Lernpsychologische und –theoretische Grundlagen für die Gestaltung der Kommunikationsprozesse anwenden
  • Patienten über Notwendigkeit, Ziele und Wirkungen prophylaktischer Maßnahmen aufklären und motivieren
  • Kommunikation mit Patienten und weiteren Prozessbeteiligten schnittstellengerecht führen, den sachlichen Umgang mit speziellen Patientengruppen gewährleisten
  • Strukturen der Patientenbindung unter fachlichen und sozialen Gegebenheiten optimieren
  • Praxisinterne Kommunikationsabläufe zielführend gestalten, Konfliktsituationen bewältigen und Kooperationsbereitschaft fördern
  •  Führungsmethoden, -techniken und -instrumente intern (Team) und extern (Patienten) adressatengerecht anwenden

 

8. Be- und Abrechnung von prophylaktischen Leistungen

  • Be- und Abrechnung prophylaktischer und parodontologischer Leistungen der Praxis strukturieren
  • Prophylaktische und parodontologische Leistungen be- und abrechenbar dokumentieren

 

9. Arbeitssicherheit und  Ergonomie

  • Gesundheitsrelevante Belastungen der Arbeitsprozesse am Arbeitsplatz erkennen, gesundheitsstärkende Maßnahmen durchführen
  • Strategien und Maßnahmen zur Verhaltensprävention umsetzen und im Verhältnis zum Arbeitsschutz auf die beruflichen Handlungsfelder übertragen

 

10. Rechtsgrundlagen

  • Praxisrelevante Gesetze und Verordnungen insbesondere für das eigene Berufsfeld anwenden
  • Grundsätze der Delegation zahnärztlicher Leistungen im Kontext gesetzlicher Bestimmungen beachten und umsetzen
  • Vorschriften des Medizinproduktegesetzes sowie weitere hygienerechtliche Vorschriften/Empfehlungen sachkundig umsetzen

Weitere Informationen (Fortbildungsordnung, Prüfungsordnung) finden Sie auf der Webseite der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg

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Kursdaten

Datum:
29.01.2018 -06.06.2018
Uhrzeit:
08.00-17.00
Kursgebühr:
3.800,00 €
Weitere Gebühren:
zzgl. 550,00 € Prüfungsgebühr; Lehr- und Lernmittel: ca. 350,00 €
Ort:
ZFZ Stuttgart, Herdweg 50, 70174 Stuttgart
Fortbildungs-punkte:
0
Kurs-Nr.:
18029
Zielgruppe:
Zahnmedizinische Mitarbeiter/innen

Anmeldeunterlagen

  1. Helferinnenbrief mit Prüfungszeugnis
  2. Bestätigung des Arbeitgebers über mindestens 1-jährige Tätigkeit als ZAH/ZFA

    Fachkundliche Nachweise:
  3. Kursteil  I Gruppen- und Individualprophylaxe (70 Std.)
  4. Kursteil IIa Herstellung von Situationsabformungen und Provisorien (30 Std.)
  5. Kursteil IIc Fissurenversiegelung von kariesfreien Zähnen (30 Std.)
  6. Fachkundenachweis Röntgen- und Strahlenschutz
  7. Tabellarischer Lebenslauf
  8. Bescheinigung "betrieblicher Ersthelfer"
  9. Pflichtenheft vollständig ausgefüllt zum Kursbeginn

Kontakt und Information

Ihr Kontakt:
Patrizia Rüfle
Telefon:
07 11 / 2 27 16-38
Telefax:
07 11 / 22 71 6-41
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