ZFZ Stuttgart - Zahnmedizinisches Fortbildungszentrum Stuttgart
ZFZ Stuttgart - Zahnmedizinisches Fortbildungszentrum Stuttgart

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07.06.2017

Tagungsbericht der Frühjahrs-Akademie vom 25.-27. Mai 2017 im Nixe Palace, Palma de Mallorca

Schön war’s…

Von einigen Teilnehmern war sogar das Wort „grandios“ zu hören… Es passte in diesem Jahr wirklich alles zusammen: Gleichermaßen praxisnahe und innovative Themen, bestens aufgelegte Referenten, ein Ambiente, das keine Wünsche offenließ, traumhaftes Wetter…

Die Rede ist von der Frühjahrsakademie der Gesellschaft für Präventive Zahnheilkunde gemeinsam organisiert mit dem Zahnmedizinischen Fortbildungszentrum Stuttgart und der Deutschen Gesellschaft für Dentalhygienikerinnen. 

Zum 11. Mal fand diese Fortbildungsveranstaltung, die vom Direktor des ZFZ, Herrn Prof. Dr. Johannes Einwag wegen der familiären Atmosphäre und den intensiven Kontaktmöglichketen zwischen Referenten und Teilnehmern gerne als „Hautnah“-Veranstaltung apostrophiert wird,  auf  Mallorca statt – die Räumlichkeiten für 2018 sind bereits gebucht…

Aber eins nach dem anderen:

Ein Highlight reichte sich an das andere:  Am Donnerstagnachmittag begeisterte Dr. Wolfgang Westermann(Münster) mit seinen Ausführungen zum Thema Parodontologie.
Wirksame Prävention, Therapie und Nachsorge entzündlicher Parodontalerkrankungen ist möglich! Nicht erst seit heute, sondern bereits seit 40 Jahren! Anhand beeindruckender Falldarstellungen präsentierte der Referent ein gleichermaßen wissenschaftlich fundiertes wie unter Praxis-bedingungen bewährtes Konzept!
Fazit:  Eigentlich ganz einfach – man muss es nur tun!

Der Freitagvormittag stand ganz im Zeichen der modernen Zahnerhaltung. Prof. Dr. Ivo Krejci (Genf) gab einen aktuellen Überblick über den „State of the Art“ im Rahmen minimalinvasiver Eingriffe  und faszinierte anschließend mit Ausführungen zu den Möglichkeiten der nahen Zukunft.
Unerwartet und teilweise spektakulär für die Teilnehmer vor allem auch sein  Blick „über den Tellerrand hinaus“ und somit zu den Konsequenzen, die sich aktuell sowie kurz- und mittelfristig aus der fachlichen und technologischen Weiterentwicklung z.B. für die Aus- und Weiterbildung wie auch den Bedarf an Fachkräften ergeben. Um nur zwei Beispiele zu nennen:

  • Die Studenten lernen im Rahmen der Ausbildung keine Präparationstechniken mehr! Es wird nur noch erkranktes Gewebe entfernt oder auf der Basis wirksamer Frühdiagnostik remineralisiert/infiltriert und  Füllungen werden, auf der Basis eines 3-D-Scans,  „gedruckt“!
  • Zahntechniker werden „aussterben“ – Auch der Bedarf an Zahnärzten für das „operative  Geschäft“ wird deutlich sinken. Auf der anderen Seite werden sich neue Berufsbilder/Tätigkeitsschwerpunkte/Spezialisierungen – insbesondere im Zusammenhang mit den Fortschritten der IT-Technologie ergeben.

Fazit: Der Referent sprach zwar davon, er befinde sich für einige der Teilnehmer möglicherweise auf einer anderen Welt. Doch irgendwie konnte man sich des Endruckes nicht erwehren, dass es bis dorthin gar nicht mehr so weit sei…

Das Frontzahntrauma – ein Alltagsthema mit erheblichen „Überraschungspotential“, am Freitagnachmittag hervorragend präsentiert von Prof. Dr. Gabriel Krastl (Würzburg) .
Allein die Untertitel seiner Ausführungen  „ Biologie berücksichtigen, Ästhetik wiederherstellen und  Spätfolgen managen“ zeigen die Bandbreite dieser Thematik.

Es ist wirklich erstaunlich, was die moderne Zahnmedizin bei Berücksichtigung der Biologie und unter Einsatz der modernen Werkstoffe leisten kann – ein Großteil  scheinbar irreversibel geschädigter Zähne bis hin zur Avulsion kann gerettet werden oder zumindest über die kritische Phase des Wechselgebisses  funktionell und ästhetisch ansprechend in der Mundhöhle verbleiben.

Fazit:  Ein Versuch der Zahnerhaltung lohnt sich  – auch bei scheinbar aussichtlosen Fällen!          

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Prävention, wobei konzeptionelle Strategien als auch ganz konkrete  Produkte angesprochen wurden. 

Im ersten Referat „Lebenslanges dental Coaching: Ein nachhaltiges Prophylaxekonzept für die moderne Praxis“ präsentiert von Daniela Krejci (Genf) wurde zum wiederholten Mal darauf hingewiesen, dass Prophylaxe nur als lebenslange Kombination häuslicher und professioneller Maßnahmen erfolgreich sein kann!  Solange Bakterien in der Mundhöhle sind – solange besteht das Potential für die Entwicklung pathogener Biofilme!
Fazit: Die mechanische Entfernung pathogener Biofilme steht nach wie vor im Mittelpunkt  der Prophylaxe von Karies und Parodontalerkrankungen! 

Was für Karies und Parodontitis gilt, das gilt auch für Periimplantäre Entzündungen, oder ?
Offensichtlich nicht! Zumindest sind die bewährten  Maßnahmen der Karies - und Parodontitis-prophylaxe nicht  „eins zu eins“  auf die Vermeidung peri-implantärer Erkrankungen zu übertragen.
In seinem Vortrag  „Prävention der Periimplantitis – Was hilft mehr als beten?“ wies  Prof. Dr. Johannes Einwag (Stuttgart) auf die Herausforderungen hin, die sich durch die Eingliederung von Implantaten  für das Prophylaxeteam stellen. Angesichts von einer Million pro Jahr allein in Deutschland eingegliederter Implantate sei  dies schon lange kein Randthema mehr!

Fazit: Prophylaxe funktioniert auch bei Implantaten, mit einer kleinen Einschränkung:  an den glatten Flächen!

Konkret wurde es dann bei den Vorträgen von Ulrike Kremer (Stuttgart) und Sylvia Fresmann (Dülmen):  Sie berichteten über „Neues aus der Prophylaxe: IDS 2017“  - Produkte zur Häuslichen Prophylaxe  und  Produkte zur Professionellen Prävention“.  
Es gibt zwar keine Revolution, aber stetige Weiterentwicklungen mit  Nutzen sowohl für das Prophylaxe-Team als auch den Patienten:  Hervorzuheben sind die Innovationen vor allem im Bereich der Pulverstrahltechnologie (neue Pulver!) und der  digitalen Befunderhebung (Erleichterung der Erfassung und der Dokumentation) sowie das vermehrte Angebot von Produkten für den häuslichen Einsatz bei Senioren.

Fazit:  Die Entwicklung innovativer Prophylaxeprodukte ist in vollem Gang. Das Ziel  „wirksamer - schonender- einfacher und  angenehmer“ rückt näher.

Rückblick auf die Vorträge:

  • Therapie entzündlicher Parodontalerkrankungen im Praxisalltag – so funktioniert’s! Dr. Wolfgang Westermann, Emsdetten
  • Neues aus der Zahnerhaltung – Nichtinvasive adhäsive Restaurationen und
    Neues aus der Zahnerhaltung – Indirekte adhäsive Restaurationen. Prof. Dr. Ivo Krejci, Genf
  • Frontzahntrauma Was tun?
    1. Biologie berücksichtigen, Ästhetik wiederherstellen und 
    2. Spätfolgen managen. Prof. Dr. Gabriel Krastl, Würzburg
  • Neues aus der Prophylaxe 1: Lebenslanges dental Coaching: Ein nachhaltiges Prophylaxekonzept für die moderne Praxis. DH D. Krejci, Genf
  • Neues aus der Prophylaxe 2: Prävention der Periimplantitis – Was hilft mehr als beten? Prof. Dr. Johannes Einwag, Stuttgart
  • Neues aus der Prophylaxe 3 : IDS 2017 - Produkte zur Häuslichen Prophylaxe. DH Ulrike Kremer, Stuttgart
  • Neues aus der Prophylaxe 4 : IDS 2017 – Produkte zur Professionellen Prävention. DH Sylvia Fresmann, Dülmen 

SAVE THE DATE: Die Frühjahrs-Akademie 2018 findet im Hotel Nixe Palace, Palma de Mallorca vom 10.-12. Mai 2018 statt!

Prof. Einwag und sein Team würden sich freuen, Sie auf Mallorca begrüßen zu dürfen.

Sie haben Fragen? Frau Epple, m.epple@zfz-stuttgart.de, Telefon: 0711 2271652 berät Sie gerne!

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